Gebirgsausbildung MOU (H)
Die MOU(H)-Berechtigung ist eine einzigartige Spezialisierung, geregelt durch die schweizerische Gesetzgebung, die den Piloten zur Durchführung von Landungen auf den offiziellen Hochgebirgslandeplätzen berechtigt.
Ein technisch anspruchsvoller Ausbildungsweg, der in einer der spektakulärsten Umgebungen der Welt stattfindet: den Schweizer Alpen. Air-Evolution Ltd. begleitet Sie in dieser Ausbildung mit Instruktoren, die über grosse alpine Erfahrung verfügen, und operiert direkt aus dem Herzen des Tessins.
Der Ausbildungsweg zur Berechtigung MOU (H)
Voraussetzungen
Für den Zugang zur MOU(H)-Ausbildung ist der Besitz einer gültigen PPL(H)- oder CPL(H)-Lizenz sowie ein Mindestgesamtflugpensum von 100 Stunden auf Hubschrauber erforderlich. Vor Kursbeginn muss ausserdem das Type Rating auf dem während der Ausbildung verwendeten Hubschrauber erworben worden sein.
Medizinisches Zeugnis
Für diese Berechtigung genügt ein EASA-FCL-Tauglichkeitszeugnis der Klasse 2, ausgestellt von einem anerkannten Flugmediziner (AME, Aeromedical Examiner). Bewerber im Besitz einer CPL(H)-Lizenz benötigen hingegen das Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Tauglichkeit vor Beginn der Ausbildung abzuklären.
Theoretische Ausbildung
Das Programm umfasst 10 Stunden Theorieunterricht zu den Besonderheiten des Gebirgsflugs: Gebirgsmeteorologle, Umgang mit Wind und Turbulenzen in der Höhe, Landeverfahren auf offiziellen Gebirgslandeplätzen sowie Notfallmanagement im alpinen Umfeld. Eine solide Vorbereitung am Boden ist der erste Schritt, um die Herausforderungen des Gebirges sicher zu bewältigen.
Erste Phase
Landungen bis 2000 m
Die Ausbildung beginnt mit der ersten praktischen Phase, die Landungen auf Plätzen zwischen 1100 und 2000 Metern Höhe gewidmet ist. Der Kandidat muss in diesem Höhenbereich 50 Landungen absolvieren, dabei die grundlegende Technik für den Gebirgsflug erwerben und lernen, mit den Luftdichteschwankungen sowie den typischen Geländebedingungen der mittleren Alpinzone umzugehen.
Zweite Phase
Hochgebirge über 2000 m
Die zweite Phase erfordert die Absolvierung von 150 Landungen auf offiziellen Hochgebirgslandeplätzen, davon mindestens 10 oberhalb von 2700 Metern. Die Landungen müssen auf mindestens 20 verschiedenen Plätzen verteilt sein, um dem Kandidaten eine Vielfalt an Expositionen, Neigungen und Wetterbedingungen zu gewährleisten. Dies ist der intensivste und prägendste Teil des Ausbildungswegs, eingebettet in eine unvergleichliche Alpenkulisse.
Abschliessende Prüfung
Nach Abschluss der beiden Ausbildungsphasen muss der Kandidat eine praktische Prüfung vor einem zugelassenen eidgenössischen Gebirgsexaminator ablegen. Nach bestandener Prüfung berechtigt die MOU(H)-Berechtigung zur Durchführung von Landungen auf offiziellen Hochgebirgslandeplätzen während Privatflügen und, für Inhaber einer CPL(H)-Lizenz, auch während kommerzieller Flüge.
