Instrument Rating IR (H)

Die IR(H)-Berechtigung qualifiziert den Piloten zum Betrieb unter Instrumentenflugbedingungen, wobei er ohne äussere Sichtreferenzen navigiert und sich ausschliesslich auf die Bordinstrumente stützt.


Es handelt sich um eine der fortgeschrittensten und angesehensten Qualifikationen im Werdegang eines Berufspiloten, die für den Betrieb in anspruchsvollen Umgebungen wie der Luftrettung, dem IFR-Passagiertransport und dem Betrieb in kontrollierten Lufträumen erforderlich ist.


Air-Evolution Ltd. bietet EASA-zugelassene IR(H)-Kurse an, mit hochqualifizierten Instruktoren und Betriebsbasis in Lodrino im Tessin.

Der Ausbildungsweg zur Berechtigung IR (H)

Voraussetzungen

Für den Zugang zum IR(H)-Kurs ist der Besitz einer gültigen CPL(H)-Lizenz mit einem EASA-FCL-Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1 erforderlich. Der Kandidat muss ausserdem über gute Englischkenntnisse verfügen, die für die Funkkommunikation im IFR-Umfeld und für das Studium des Lehrmaterials notwendig sind. Es wird empfohlen, vor der Aufnahme dieses fortgeschrittenen Ausbildungswegs eine solide Flugerfahrung erworben zu haben.

Medizinisches Zeugnis

Für den IR(H)-Kurs ist der Besitz eines gültigen EASA-FCL-Tauglichkeitszeugnisses der Klasse 1 obligatorisch, ausgestellt von einem anerkannten Flugmediziner (AME, Aeromedical Examiner). Die Klasse 1 ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Ausübung der Instrumentenflugprivilegien im professionellen Bereich.

Theoretische EASA-Prüfungen

Das theoretische Programm umfasst alle spezifischen Fächer des Instrumentenflugs: IFR-Verfahren, Instrumentennavigation, angewandte Meteorologie für den Flug in IMC, Nutzung moderner Navigationssysteme, ATC-Kommunikation im IFR-Umfeld sowie Notfallmanagement im Instrumentenflug. Die theoretische Vorbereitung erfordert einen erheblichen Einsatz und ist Voraussetzung für den Zugang zur praktischen Phase.

Simulator Ausbildung

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung findet auf einem zugelassenen Flugsimulator statt. Die Simulatorsitzungen ermöglichen den Erwerb der Grundkompetenzen des Instrumentenflugs in einer sicheren und kontrollierten Umgebung, bei der Standardverfahren, Instrumentenanflüge und Notfallszenarien ohne die operativen Einschränkungen des realen Flugs bewältigt werden. Diese Phase ist grundlegend für die Festigung der Methodik vor dem Übergang auf den Hubschrauber.

Flugausbildung

Die EASA-Vorschriften verlangen, dass die IR(H)-Ausbildung und die Abschlussprüfung auf einem für den Instrumentenflug zugelassenen Hubschrauber, das heisst einem IFR-zugelassenen Zweimotorer, durchgeführt werden. Die Flugausbildung umfasst reale Instrumentenanflüge, die Abwicklung von IFR-Verfahren in kontrollierten Lufträumen sowie Flüge unter meteorologischen Bedingungen, die den ausschliesslichen Einsatz der Bordinstrumente erfordern.

Abschliessende Prüfung

Am Ende des Ausbildungswegs muss der Kandidat einen Skill Test vor einem zugelassenen Flugprüfer ablegen. Nach erfolgreichem Erwerb wird die IR(H)-Berechtigung in die Lizenz eingetragen und ist in allen Ländern der Europäischen Union in Übereinstimmung mit den EASA-Vorschriften gültig. Die Erneuerung der Berechtigung erfordert das Bestehen einer periodischen Befähigungsüberprüfung mit einem zugelassenen Prüfer.

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